• Ist der Untergang der Printpresse noch zu stoppen? Diese Frage stellte sich immer häufiger in den letzten Jahren. Während in den Vereinigten Staaten bereits bekannte Tageszeitungen in wichtigen Metropolen die Produktion einstellten und nur noch als Online-Ausgaben erscheinen, hat es in Deutschland bisher nur einige Magazintitel getroffen. Dabei tragen nicht nur die schwindenden Leserzahlen Schuld an der Krise der Printpresse. Auch die sinkenden Anzeigenschaltungen – zurückzuführen auf die allgemeine Wirtschaftskrise der vergangenen Monate und Jahre – ließ viele Verlage auf Sparflamme schalten.

    Bisher konnten digitale Angebote die Printpresse jedoch nicht vollständig ersetzen. Blogs und Foren bieten zwar neue Möglichkeiten, mit News und Trends umzugehen. Jedoch steckt auch die Gefahr einer Informationsflut ohne Filter hinter diesen neuen Kanälen. In zunehmendem Maße sind jedoch die Leser von heute nicht mehr bereit, für Informationen, die Sie auch kostenlos im Netz erhalten können, einen – wenn auch nur geringen – Preis zu bezahlen. Der Geiz kennt in einigen Fällen einfach keine Grenzen. Dass bei dieser Sparsamkeit die Qualität oftmals auf der Strecke bleibt, lässt viele noch kalt. Ähnliches gilt für viele Unternehmen, die wie etwas Pepsi oder Briefgold Portale wie Facebook zum direkten Kuntenkontakt nutzen. Diese Form der Werbung ist einfach effektiver als eine ganzseitige Anzeige in einem Printmagazin.

    Schwierig wird es jedoch für viele Online-Formate, eine Finanzierung der Inhalte zu gewährleisten. Zwar nutzen viele Verlage die Möglichkeit, Printinhalte auch Online zur Verfügung zu stellen. Jedoch ist der User weder dazu bereit, für Inhalte im Netz zu zahlen, noch eine Vielzahl von Werbebannern und viralen Marketingüberfällen zu akzeptieren. Erste Versuche die User zum Umdenken zu bewegen, sind bisher gescheitert. Doch möglicherweise ist Rettung in Sicht.

    Neue mobile Kommunikationsmittel, Mobilfunkgeräte und Pocket-PCs bieten für viele Verlage neue Möglichkeiten, ihre Produkte zu vertreiben und dabei eine Schnittstelle zwischen Print und Online zu finden. Der User von morgen wird nicht nur mobiles Internet zum Chatten nutzen oder um neue Informationen via Twitter von Briefgold, Nestlé oder anderen Unternehmen zu erhalten. Auch die Informationsbeschaffung wird sich in den nächsten Jahren dank neuer Endgeräte ändern. Der Printjournalismus steht noch nicht vor dem Ende, aber Veränderungen sind unausweichlich.

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